Delegiertenversammlung Schwyzer Kantonalen Schwingerverband
Die Delegiertenversammlung des Schwyzer Kantonalen Schwingerverbands (SKSV) in der Aula des Schulhauses in Muotathal warf keine hohen Wellen. Sie wurde mit einem währschaften Nachtessen und den gelungenen Vorträgen des Jodlerklubs Muotathal eingeläutet.
Verbandspräsident René Schelbert, Muotathal, konnte 143 Anwesende begrüssen, darunter Nationalrat Pirmin Schwander, Präsident des Sportverbands des Kantons Schwyz, Maria Christen, Gemeindepräsidentin von Muotathal, und Lars Reichlin, Leiter Abteilung Sport des Kantons Schwyz. René Schelbert führte zügig durch die umfangreiche Traktandenliste und streifte in seinem fünften Jahresbericht wie üblich mehrere Themen. Noch einmal hob er das bestens organisierte Schwyzer Kantonalfest in Einsiedeln hervor. Auch die beiden Bergkranzfeste im Verbandsgebiet auf dem Stoos, mit einem Berner Schlussgang, und auf der Rigi, mit einem Nordostschweizer Schlussgangduell, vermochten zu begeistern.
Beim Mitgliederbestand erhöhte sich die Zahl der Jungschwinger um 21 auf 222. Bei den Aktiven ging die Anzahl von 227 auf 224 zurück. Insgesamt zählt der Verband 4304 Mitglieder. Präsident René Schelbert gab auch bekannt, dass der Schwingklub March-Höfe das Esaf 2034 nach Ausserschwyz holen möchte. Der Kantonalvorstand mit seinen sechs Klubs stehe hinter einer allfälligen Bewerbung. Es ist eine erste Weichenstellung auf einem langen Weg zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2034, nach 1974 im Hauptort, zum zweiten Mal im Kanton Schwyz. Cheftechniker Marcel Steinauer, Willerzell, ging in seinem Rapport nochmals auf die sportlichen Erfolge der Schwyzer in der vergangenen Saison ein. Sie gewannen insgesamt 60 Eichenlaubkränze, einen mehr als 2024. An den Rangschwingfesten eroberten die Aktiven 194 Auszeichnungen.
Nur Silvan Appert mit eidgenössischem Kranz
Etwas ernüchternd fiel die Bilanz am Eidgenössischen Schwingfest in Mollis aus. Vom einst so erfolgreichen Verband gewann nur gerade der Mythenverbändler Silvan Appert die höchste Auszeichnung im Schwingsport. Es gab aber auch einige Lichtblicke. So verpasste der Rigianer Lukas Heinzer das begehrte Eichenlaub lediglich um 0,50 Punkte. Dazu bestritten 14 der 16 gestarteten Schwyzer alle acht Durchgänge. Diese Leistungen geben für die Zukunft viel Zuversicht. Der technische Leiter der Jungschwinger, Armin auf der Maur, Ingenbohl, berichtete über einige beachtliche Erfolge der Junioren. Sie hätten einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Dies zeigte sich auch am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Ennetbürgen. Drei der vier Kategoriensiege gingen in den Kanton Schwyz. Jonas Steinauer, Schwingklub Einsiedeln, Patrik Laimbacher und Andre Reichmuth, beide Schwingerverband am Mythen, holten einen überlegenen Triumph. Die von Finanzchef Silvan Betschart, Euthal, vorgetragene Jahresrechnung schloss mit einem Verlust von 5370 Franken ab. Das Verbandsvermögen beträgt 110’940 Franken. Nach den Defiziten in den letzten Jahren beschloss die Versammlung, den Jahresbeitrag der Aktiven von 12 auf 20 Franken zu erhöhen.
Schwyzer Kantonales 2026 in Brunnen
Das diesjährige 102. Schwyzer Kantonale 2026 wird am 17. Mai auf dem Festareal neben dem Sportplatz des FC Brunnen ausgetragen. OK-Präsident Thomas Lüönd, Ingenbohl, informierte die Versammlung über den Stand der Vorarbeiten. Diese seien auf Kurs, und es werde eine Arena für 3500 bis 4000 Zuschauer aufgebaut.
Das 103. Schwyzer Kantonalschwingfest findet am 2. Mai 2027 in Muotathal auf dem bewährten Festgelände auf der Stumpenmatt statt. OK-Präsident und Kantonsrat Wendelin Schelbert hatte leichtes Spiel, alle Stimmen der Delegierten für sich zu gewinnen. Der 83. Schwyzer Kantonale Jungschwingertag wird einen Tag vor dem Isaf, am 4. Juli, in der grossen Arena in Arth ausgetragen. Als OK-Präsident amtet der frühere Kranzschwinger Beat Kennel. Das diesjährige 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Arth vom 5. Juli steht unter dem Motto «Am See, am Berg, am Sägemehl». Auf dem Festareal Zwygarten wird eine Arena mit 9500 Sitzplätzen erstellt. OK-Präsident Fidel Schorno berichtete über den Stand der Vorbereitungen. «Diese stehen auf einem gesunden Fundament. Weil wir nur über beschränkte Parkmöglichkeiten verfügen, appelliere ich schon jetzt nachdrücklich an alle, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Die Betreiber sind für einen Grossansturm gerüstet», führte Schorno aus. Der Innerschweizer Schwingerverband stellt an der DV vom 7. Februar in Lauerz den Antrag, die Anzahl der Teilnehmer am Verbandsfest von 200 auf 190 zu reduzieren. Die Schwyzer stellten sich jedoch dagegen und lehnten ihn ab.
Acht neue Ehrenmitglieder
Den Höhepunkt der Versammlung bildeten wie immer die Ehrungen. Mit einem Präsent wurde der einzige Schwyzer Kranzgewinner am Eidgenössischen Schwingfest in Mollis, Silvan Appert (Ingenbohl), geehrt. Gebührend wurden auch die in der vergangenen Saison Zurückgetretenen, Mike Müllestein (Steinerberg, 75 Kränze, 3 Eidgenössische), Christian Schuler (Rothenthurm, 123 Kränze, 5 E), Alex Schuler (Rothenthurm, 34 Kränze, 2 E) und Adrian Steinauer (Vorderthal, 40 Kränze), verabschiedet. Unter grossem Applaus erhielten die acht Schwingerpersönlichkeiten Michael Diethelm (Studen), Adrian Forster (Küssnacht), Philipp Laimbacher (Muotathal), Toni Diener (Küssnacht), Markus Rohrer (Muotathal), Josef Annen (Goldau), Dominik Linggi (Oberarth) und Christian Gwerder (Oberarth) die Ehrenmitgliedschaft des Verbands.
Mythenverband mit den meisten Kränzen
Die 60 gewonnenen Eichenlaubkränze 2025 teilen sich auf die sechs Klubs wie folgt auf: Mythenverband (19), Einsiedeln (13), March-Höfe (12), Rigiverband (11), Küssnacht (4), Muotathal (1). Am meisten Kränze holten Silvan Appert, Ingenbohl, und Christian Schuler, Rothenthurm, mit je sechs. Je fünf gingen an Lukas Heinzer, Goldau, und Lukas von Euw, Ingenbohl. Ihren ersten Kopfschmuck eroberten Fredi Bruhin, Siebnen, Martin Schönbächler, Einsiedeln, Franco Föhn, Sattel, und Maurus Heinzer, Ried-Muotathal. An den Rangschwinget holten Fabian Birchler, Trachslau, und Ronny Heinzer, Rickenbach, mit je acht die meisten Auszeichnungen. (sige)